Olaf Schubert

Olaf Schubert

Pflege wird in unserer Zeit immer wichtiger. Ich, der Mahner und Erinnerer, weiß wovon ich rede, denn immer älter werden wir Menschen und sind dabei fit und sportlich bis an die Hundert. "Turne in die Urne" heißt das Motto. Es wird fröhlich gelebt, obwohl das Hirnwasser schon Flocken schlägt. Trotzdem braucht fast jedweder eines Tages Hülfe oder Pflege. Deshalb: Großer Respekt den in diesem Bereich Tätigen. 

Johannes Hermann

Johannes Hermann, freigestellter Betriebsrat

Die Heimbewohnerin, die im Aufenthaltsraum sitzt und darauf wartet, wann sie endlich ins Bett gehen kann; die Tochter, die nachts die demente Mutter zu Hause pflegt und am Tag ein schlechtes Gewissen hat, wenn sie müde und ausgelaugt auf Arbeit geht; die Pflegekraft, die das 4. Wochenende in Folge Dienst übernimmt und sich fragt, wie lange sie das noch aushält;
Sie alle brauchen unsere Unterstützung. Sie brauchen uns.

Lissy Nitsche-Neumann

Lissy Nitsche-Neumann, Dipl. Pflegewirt

Die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte haben sich in den letzten Jahren aus verschiedensten Gründen deutlich verschlechtert. Gut ausgebildet verlassen diese oft die Region Sachsens, um - verständlicherweise- Anerkennung, Wertschätzung, aber auch mehr Lohn sowie Perspektiven in dem Beruf zu erhalten. Wir müssen gemeinsam dafür einstehen, dass auch in Sachsen gute Pflege möglich ist. Bist DU dabei? SEI dabei! Für gute Pflege!

Nils Olfert

Nils Olfert von den WiseGuys

Ich selbst habe kurz während meiner Zivildienstzeit in der Pflege und mit Pflegekräften zusammengearbeitet. Ich weiß, was für ein schwerer Job das ist, und hatte immer Hochachtung vor den Leuten, die sich tagtäglich für die Menschen aufopfern, die Ihre Hilfe dringend brauchen. Dieser Einsatz sollte in unserer Gesellschaft meiner Meinung nach viel mehr geachtet werden, als es zur Zeit in Politik und Gesellschaft getan wird!

Katja Lindner

Katja Lindner (pflegende Angehörige, Doktorandin Soziologie, Aktivistin)

Meiner Meinung nach verdienen beruflich Pflegende eine bessere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus darf aber auch die Situation der pflegenden Angehörigen nicht vergessen werden, denn 70 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause gepflegt. Für die Pflegearbeit werden Angehörige kaum „entlohnt“ und sie können die Pflege nur in den seltensten Fällen mit einer eigenen Erwerbstätigkeit vereinbaren. Angesichts der demographischen Entwicklung - insbesondere in Sachsen, dem „ältesten“ Bundesland - wäre meines Erachtens dringend ein verbindlicher Rechtsanspruch auf eine Familienpflegezeit notwendig.